Hoch die Hände, Mädelswochenende!

Die Sonne scheint, das Wochenende steht vor der Tür und meine liebe Freundin Lena kommt zu Besuch. Da habe ich natürlich gleich wieder einen Plan für ein tolles Mädelswochenende ausgeheckt. Und so haben wir in die Südstadt und durch den Tag treiben lassen, aber bei mir, das versteht sich von selbst, niemals ganz ohne Plan.

1. Kuchen essen im Carmelädchen
Bonner Str. 80, carmelaedchen.de

Wir sehen uns gerade zum ersten Mal seit mehreren Wochen und haben natürlich erst einmal viel zu bequatschen. Nebenbei ein Stück Kuchen, guter Kaffee, und schon ist die Welt in Ordnung. Auch wenn das Carmelädchen direkt an der Bonner Straße liegt, lässt es sich dort draußen ganz gut sitzen, wenn man denn einen der wenigen Plätze ergattert. Neben Latte Macchiato haben wir uns zwei Stücke Kuchen bestellt: eine Tarte mit weißer Schokolade und Himbeeren und einen frischen Käsekuchen, der gerade frisch aus dem Ofen kommt. Dass das Carmelädchen seine Speisen als „Köstlichkeiten“ beschreibt, ist in diesem Fall wirklich keine Übertreibung.

Lena: Das ist der beste Käsekuchen, den ich je gegessen habe!

Käsekuchen schmeckt zwar herrlich, sieht aber meistens langweilig aus. Daher hier: die Tarte mit Himbeeren und weißer Schokolade

Klare Empfehlung zum Kuchen essen!

2. Shopping bei Keep Loving
Severinstr. 47, keeploving.de

Wer in der Südstadt wohnt, kennt bestimmt diese nette Boutique in der Severinstraße, in der ausgewählte Teilchen für die Frau vertrieben werden. Vor Kurzem wurde Keep Loving um einen Geschwisterladen erweitert, in dem vorrangig Taschen, Schuhe und Schmuck angeboten werden. Man bekommt immer ein Glas Tee, Sekt oder Gurkenwasser angeboten und wird von den Verkäuferinnen sehr nett in Empfang genommen und beraten. Preistechnisch bewegen wir uns nicht auf H&M-Niveau, aber bezahlbar sind die Teile meistens schon.
Unser Besuch war jedenfalls erfolgreich und wir konnten das ein oder andere Teilchen ergattern 🙂

3. Spazieren gehen am Rhein

Wenn man in der Südstadt unterwegs ist, muss man natürlich Gevatter Rhein einen Besuch abstatten. So sind wir ganz gemütlich vom Keep Loving bis zum Zollhafen gelaufen (ca. 12. Min.) und von dort aus stadteinwärts Richtung Altstadt (ca. 12 Min.). Mir persönlich ist der Fluss oft zu überlaufen mit anderen Spaziergängern. Trotzdem ist der Fluss in seiner mächtigen Ausdehnung immer einen Besuch und einen Blick wert. So ließen wir uns vom Wind die Haare durch’s Gesicht wehen und zur Altstadt treiben.

4. Schokoladenmuseum / Rheinfahrt / Altstadtspaziergang

Wir hatten als nächste Station zunächst das Schokoladenmuseum anvisiert, uns dann aber aufgrund des schönen Wetters dagegen entschieden. Auch eine kleine Schifffahrt schwebte uns kurz durch den Sinn und hätte zeitlich gut in unseren Tag gepasst. Als wir merkten, dass gerade das Altstadtfest stattfindet, haben wir uns aber ganz schnell dafür entschieden, durch die engen Gässchen der Kölner Altstadt zu taumeln und uns das Stadtfest anzuschauen. Zugegebenermaßen handelt es sich dabei um ein Event, das wirklich niemand braucht. Es war brechend voll mit wenig interessanten Ständen. Trösten konnten uns jedoch zum Glück die Weinstände, die am Heumarkt auf uns warteten. In der späten Nachmittagssonne haben zwei Weißweinschorlen unser Mädelswochenende wieder in ganz gemütliche Bahnen gelenkt.

5. Essen und Trinken auf der Zülpicher Straße

Irgendwann meldet sich natürlich auch der Hunger. Da wir ohnehin wieder in den Kölner Westen wollten, haben wir uns am Neumarkt in die 9 gesetzt und sind zum Zülpicher Platz gelaufen.

Wer an seinem Mädelswochenende noch mehr Shopping braucht, den kann ich noch auf 1.000 fliegende Fischetausendfliegendefische.de verweisen, der sich ebenfalls am Zülpicher Platz befindet. Wir waren von unserem Kaufrausch im Keep Loving noch vollends beseelt und ohnehin von zu viel Geld befreit, daher haben wir uns lieber gleich dem Kulinarischen Teil zugewandt.

Auf der Zülpicher Straße und in der Kyffhäuser Straße direkt nebenan gibt es für dieses Thema diverse Möglichkeiten. Wir haben uns für Habibi www.habibi-koeln.de entschieden, was in Köln schon eine absolute Institution ist. Als leidenschaftliche Falaffelkritikerin kann ich mit den trockenen Bällchen oft nichts anfangen – bei Habibi sind sie allerdings immer außen kross und innen saftig – sehr lecker. Empfehlen kann ich an dieser Ecke der Stadt auf das vietnamesische Restaurant LU, Hohenstaufenring 21. Das Essen schmeckt einfach nach Vietnam. Grandios gewürzt und preislich absolut in Ordnung. Das Ambiente ist Geschmackssache – ich mag die schlichten Holzbänke nicht wirklich. Aber die Speisen locken mich trotzdem jedes Mal.

Zu unserem perfekten Mädelswochenende gehörten dann noch der ein oder andere Cocktail und ein kurzer Abstecher in den Roten Platz, Zülpicher Platz 11, um den Abend mit einem Wodka zu besiegeln. Die verschiedenen Geschmackssorten machen Lust auf Ausprobieren. Erfreulicherweise war mein erster Versuch ein Thymian-Zitrone-Wodka, der so extrem scheußlich war, dass der totale Exzess an dieser Stelle abgewendet werden konnte. Mit einem alkoholfreien Wässerchen haben wir uns dann auf den Weg nach Hause gemacht 😉

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